Olimpia

Die Häuser, das Licht, die Menschen sind blau von Regen. Eine Frau verschwindet. Sie setzt ihren schmalen mechanischen Fuß auf das Trittbrett des Zuges und verschwindet. Natürlich ist ihr Fuß schmal. Denn jemand hat ihn gebaut. Jemand hat diese schmalen Füße gebaut und diesen polierten Körper, der bei jeder Bewegung wie ein Uhrwerk surrt. Wo... Weiterlesen →

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Plötzlich schon lange

Als sie wieder richtig zu sich kommt, ist es Herbst. Oder wie soll man es nennen, dieses graue Ungeheuer, das sich die Landschaft da draußen einverleibt. Seit Stunden fährt sie ohne zu denken. In völliger Dunkelheit ist sie aufgebrochen, als noch die Zikaden in den Nachtbäumen lärmten. Im salzigen Mondlicht. Dieser Spruch stammt von ihm.... Weiterlesen →

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Zucker auf der Wunde

Es ist lange her. Sie ist jung, verdammt, sie kann doch nichts dafür. Ihr Tagebuch liegt vor ihr, eine Seite aufgeschlagen. Ihr Herz klopft. Es ist lange her. Oder? Die blaue Schrift durchkreuzt die kleinen Karos aus dem Papier, kein bisschen verblasst, selbstsicher durchgedrückt, die Buchstaben in konzentrierten Schwüngen. Wir lagen da, und plötzlich flüsterte... Weiterlesen →

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Überall weiße Gesichter

Mein Garten, so kalt und blau. In der Nacht hat er viele Verstecke. Und überall weiße Gesichter. Aber jetzt bricht der Morgen durch das Eis, es knackt und splittert. Winterpink sickert durch den Riss im Horizont, ein Wirbel aus Quecksilber und Blut. Ja, ein bisschen wie Blut. Ich bin nicht so, ich weiß nichts von... Weiterlesen →

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Die Gespenster im Garten

Ich war schon einmal hier, vor vielen Jahren. Aber die Zeit lässt sich so einfach zurückdrehen. Jetzt ist es heute, und heute ist Winter. Schlammig, schneelos und kalt. Vor mir steht ein Haus. Ein altes Haus. Es träumt inmitten eines prächtigen nassen Ungeheuers von Garten. Ich kenne das Haus von früher. Da war es mal sehr... Weiterlesen →

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Anachronistin

Ich bin nicht die, die ihr denkt. Mein Gesicht ist glatt wie der Spiegel, in dem ich es bewundere, und irgendwo da oben muss er sein. Der Komet. Der ferne Besucher, der erst wiederkommen wird, wenn ich über 100 Jahre alt bin. Wie frech von ihm. Wir sitzen hier fest, er jedoch streift über Raum... Weiterlesen →

Mach mir eine Szene

Wow,Wow, ich mach mir eine Szene, der Kuss verschmiert mir das Gesicht, verklebt mir die Zähne, zerwühlt mir die Haare. So gut, so echt, so penibel geplant. Man könnte glatt vergessen, wo man ist, vor lauter Glück, und so muss es ja auch sein, hat die Freundin letzte Woche beschrieben. So muss es sein mit... Weiterlesen →

Die Tiefe

Es ist weich. Das Wasser ist weich. Wie Sahne. Meine Arme gleiten durch federleicht geschlagene Sahne, der Körper folgt. Mit jeder Bewegung spüre ich das sämige Nachgeben. Ein perverses Gefühl. Neinneinnein: ein schönes, ein warmes, ein schwereloses. Über mir die blaue Luft wie flirrendes Glas, am Horizont hört sie auf. Der Horizont ist ein Strich, und dort hört... Weiterlesen →

Mr. Carrington verspürt eine Regung

Ah, ein Abend unter Maschinen. Sie interagierten in einer fließenden Mechanik miteinander, bei der kein Rädchen quietschte. Diese biegsamen Extremitäten überall, die wohlgeölten Münder, die klickenden Augenaufschläge, die immer gleichen Bewegungen. Die Luft schmeckte metallisch. Kam das von den Körpern oder doch vom Braten auf den Tellern? Mr. Carrington drehte den Stil seines Weinglases zwischen Daumen und Zeigefinger. Mit ihm... Weiterlesen →

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